mart.exposed

in mehr als 280 zeichen

31.12.2018: gleichgültig

Es ist der 31.12. und aktuell 12:16 Uhr. Das heißt, es wird langsam Zeit meine traditionellen Neujahrsansprache / Jahresrückblick zu verfassen. Obwohl ich extra noch einen Blog dafür aufgesetzt habe, sitze ich nun hier auf meiner Couch und habe keine Ahnung, was ich schreiben soll. Ich weiß nicht, wie ich das die letzten Jahre gemacht habe. Das geht mir aber auch allgemein so. Egal bei welchen Dingen, die ich früher ganz einfach konnte und gemacht habe, weiß ich einfach nicht mehr, wie ich das gemacht habe. Wie meine kreativen Prozesse waren, wann der Punkt erreicht war, dass es gepasst hat, welche Dinge ich dann als nächstes getan habe.. Ich schweife ab. Jahresrückblick, Neujahrsansprache.

Das Jahr 2018 war seltsam. Enorm seltsam. Und kein Jahr kam mir bisher so kurz vor, wie dieses. Ich habe das Gefühl, dass absolut nichts in diesem Jahr passiert ist. Ich erinnere mich noch genau an die letzten Stunden 2017 und die ersten Stunden 2018 und es fühlt sich an, als wäre es gerade mal einen Tag her. Dennoch sind einige Dinge in den letzten 365 Tagen passiert. Ich habe ein Haus gekauft, bin umgezogen, und habe 18kg abgenommen. Sonst war da allerdings nichts.

In keine anderen Jahr hatte ich so wenig soziale Kontakte und Interaktionen mit Freunden, wie in diesem. Ich habe mich quasi komplett zurückgezogen und das macht mich irgendwie komplett fertig. Keine Ahnung warum, aber ich bekomme es einfach nicht mehr auf die Kette mich mit Leuten zu treffen.. Im Gegensatz dazu hat sich der Kosename für das Jahr "twenty gay teen" irgendwie bewahrheitet. Ich habe in diesem Jahr eine ganze menge LGBTQ+ - Teens kennengelernt und finde das ziemlich nice. Meine sozialen Kontakte begrenzten sich also Quasi auf nicht heterosexuelle Jugendlich auf Twitter. Auch irgendwie seltsam, aber auch irgendwie schön. Ich bin froh euch alle kennengelernt zu haben und ohne Twitter geht irgendwie nicht mehr. Ist und bleibt einfach die Gruppentherapie für die Hosentasche.

Genug zu 2018, kommen wir zu 2019. Letztes Jahr habe ich gesagt, dass ich keine Neujahrsvorsätze habe. Und dennoch habe ich dieses Jahr mehr von den Vorsätzen der vorherigen Jahre umgesetzt, als jemals zuvor. Dementsprechend möchte ich mir auch für 2019 keine Vorsätze nehmen. Es gibt zwar ein paar Dinge, die geplant sind und auch Gewohnheiten, die ich in den nächsten Wochen und Tagen etablieren möchte, aber was soll ich euch sagen? Ich habe mit der ein oder anderen davon schon in den letzten Tagen angefangen und es nicht wie sonst immer auf ein bestimmtes Datum gelegt. Um also ein bisschen Motivation für euch reinzubringen: Wenn ihr euch vornehmt etwas tun zu wollen, dann startet am besten sofort damit. Denn sonst macht ihr es vermutlich nie. Und nein, ich schaffe das auch eigentlich nie. Daher gilt wie immer bei mir: Do as I say, not as I do. Also auf Deutsch: Tu was ich sage, nicht was ich mache^^

Weiterhin sei zu erwähnen, dass ich mir zum Jahresende hin immer eine To-Do Liste setze mit viel zu vielen Dingen, die ich unbedingt noch vor dem neuen Jahr gemacht haben will. Das ist meist soviel, dass es gar nicht zu schaffen ist. Dieses Jahr habe ich zum aktuellen Zeitpunkt allerdings sogar bis auf drei Dinge alles erledigt und eins davon werde ich auch gleich definitiv noch schaffen, ein anderes eventuell auch noch :D

Das war jetzt mal wieder ne Menge Text für gar nix, kann auch definitiv in keinster Weise mit den Texten der vergangenen Jahre mithalten, denn irgendwie ist es sehr neutral. Um den Bogen zu den anderen Texten mal wieder zu spannen ist das evtl. auch so das Stichwort für dieses Jahr: "neutral" bzw. "gleichgültig".. Mir sind mittlerweile viele Dinge, vermutlich sogar viel zu viele Dinge und vermutlich hauptsächlich die falschen, absolut gleichgültig. Daher wurde wohl auch der 🤷-Emoji zu meinem Lieblingsemoji dieses Jahr. Seltsam.. sollte ich dran arbeiten und der Gleichgültigkeit den Kampf ansagen. Mal sehen, ob ich es schaffe und ob es was bringt.

Genug gelabert, und ich verbleibe wie immer mit einer Tonne Gleitgel um die Rutschbahn einzuschmieren, damit ihr gut ins neue Jahr rutscht. Und immer dran denken: nicht zu weit rutschen und nicht ausrutschen. Lasst es ordentlich knallen, aber ohne Böller, wir lesen uns dann 2019 wieder und schauen mal, was es so für uns bereithält. In der Zwischenzeit lesen wir uns sicherlich noch das ein oder andere Mal auf Twitter.

Bis dahin, macht es besser als ich!

Euer Mart aka Frun Synetix

P.S.: Weil ich es letztes Jahr auf Twitter gelesen habe und es einfach mega cool fand, werde ich es dieses Jahr wiederholen und heute Abend um 23:58:54 Uhr anfangen das Stranger Things Opening Theme zu hören, sodass es genau um 0 Uhr vorbei ist und auch 2019 meine persönliche Stranger Things Episode wird :D

P.P.S.: Wer das bis hier hin gelesen hat, schreibt mir auf Twitter - egal in welcher Form - doch einfach mal sein Zweitlieblingsgemüse. (Ich möchte an dieser Stelle jemanden Grüßen 😉)